Am 16. April 2026 fand die diesjährige Jahresversammlung statt, an welcher jeweils der Stiftungsrat die Bewohnenden der Alterssiedlung „Im Park“ über aktuelle Ereignisse und anstehende Veränderungen informiert. Auch für Anregungen und Wünsche hat er dabei immer ein offenes Ohr. Und mindestens so wichtig ist dann auch jeweils der persönliche Austausch beim gemütlichen Zusammensein.
Martin Weber begrüsste die knapp 20 anwesenden Personen ganz herzlich zur Jahresversammlung und entschuldigte Erika Studer, welche wegen anderen Terminen nicht anwesend sein konnte.
Anschliessend blickte er auf wichtige Ereignisse seit der letzten Versammlung vor einem Jahr zurück:
Als erstes erwähnte er den neu gestalteten Vorplatz, welcher bereits blüht und grünt und dass sich alle auf den Schatten freuen, den in Zukunft die Bäume im Sommer spenden werden.
Dann wies er auf die vielen Anlässe hin, welche auch im vergangenen Jahr für die Bewohnenden stattgefunden haben: Auf das monatliche Park-Kaffee, das Grillvelo, die Lottonachmittage, den Sommeranlass sowie den Adventsanlass, der zum ersten Mal als kleine Weihnachtsfeier mit anschliessendem Racletteplausch durch den Stiftungsrat organisiert wurde.
In diesem Zusammenhang machte Martin Weber wieder einmal auf die Homepage aufmerksam: „Alle Anlässe werden jeweils auf der Webseite und am Anschlagbrett angekündigt. Auf der Webseite finden Sie auch wichtige Angaben zum Haus und laufend interessante Berichte mit Fotos von Anlässen. Es lohnt sich also immer wieder einmal hineinzuschauen.“
Als nächstes ging es um allgemeine Änderungen. Der neue Hauswart, Herr André Aerne und seine Frau Denia, welche Anfang Jahr eingezogen sind, haben sich schon gut eingelebt und mit den meisten Bewohnenden bereits persönlichen Kontakt aufnehmen können. Nicht nur bezüglich des Hauswartes gab es eine Änderung. Auch bei den Mieterinnen und Mietern gab es seit der letzten Jahresversammlung diverse Mutationen und Martin Weber begrüsste die zum ersten Mal anwesenden persönlich in der Runde. Dann erwähnte er auch diejenigen, welche im vergangenen Jahr gestorben oder weggezogen sind. Eine Bewohnerin, welche Anfang März ins Alterszentrum Wägelwiesen umgezogen ist, lebte während 31 Jahren in ihrer Wohnung „Im Park“ und es gibt auch noch andere langjährige Mieterinnen und Mieter. Gleichzeitig stellte Martin Weber fest, dass 50% der Bewohnenden erst seit maximal vier Jahren „Im Park“ wohnen. Das bedeutet, dass es in den vergangen vier Jahren doch sehr viele Wechsel gab.
Zum Schluss der einleitenden Worte wies Martin Weber wieder einmal darauf hin, dass die Verwaltung durch die Liegenschaftenabteilung der Stadt Wallisellen wahrgenommen wird und Frau Nicole Frischknecht dort die Ansprechperson ist.
Als zweites informierte Martin Stalder über die nächsten Arbeiten bezüglich der Umgestaltung der Umgebung:
Die grossen Umbauarbeiten sind abgeschlossen. Als nächstes werden die neu bepflanzten Flächen beim Sitzplatz und um den Parkplatz mit einem feinen Granulat bedeckt, welches dazu führt, dass der Boden weniger austrocknet. Bei der Wiese zwischen dem Haus und der Parkstrasse wird ein Teil der Erde abgetragen und durch neue Erde ersetzt, damit dort zukünftig eine Magerwiese entstehen kann, welche dann nur noch selten gemäht wird. Die Plastik von Ernesto Hebeisen wird einen neuen Platz zwischen der Einfahrt zur Einstellhalle und den Grüngutcontainern erhalten. Dort werden auch noch einige grosse Steine platziert, um die Abgrenzung zwischen dem Parkplatz und der Rabatte besser sichtbar zu machen. Zudem wird der Treppenaufgang neben der Einfahrt zur Einstellhalle saniert, durch weitere Tritte verlängert und mit einem Geländer versehen, so dass er auch von Personen, die nicht mehr so gut zu Fuss sind, benützt werden kann.
Dann berichtete Martin Stalder, dass die Gartenbauarchitektin, welche den Stiftungsrat bei der Gestaltung der Umgebung unterstützt hat, aktuell noch ein Projekt ausarbeite, wie auf der Wiese über der Einstellhalle ein weiterer kleiner Sitzplatz angelegt werden könnte, der allen Bewohnenden der Siedlung zur Verfügung stehen würde. Offen ist diesbezüglich noch die Frage, ob ein solcher Platz dann auch wirklich benützt würde. Darum forderte Martin Stalder die anwesenden Personen auf, sich diesbezüglich einmal Gedanken zu machen. Der Stiftungsrat wird sich an seiner nächsten Sitzung mit dem Projekt auseinandersetzen und möglicherweise auch noch eine Umfrage unter den Bewohnenden durchführen.
Dann ging das Wort zurück an Martin Weber, welcher noch auf ein Thema zu sprechen kam, das immer wieder zu Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten führt. Zur Einstimmung las er einen Abschnitt aus einer Kurzgeschichte von Hugo Lötscher mit dem Titel „Der Waschküchenschlüssel“ vor, der zum Nachdenken und zum Schmunzeln anregen sollte.
Barbara Krammer nahm das Thema dann in ihrer Funktion als „Leiterin Betrieb“ auf und wies darauf hin, dass auch „Im Park“ die Waschküchen immer wieder zu Diskussionen Anlass gebe. Sie erklärte auch, dass es in der Natur der Sache liege, dass es unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit gebe. Dies müsse aber zwischen den Benützerinnen und Benützern der Waschküchen selber geregelt werden. Wichtig sei, dass Personen, welche ausserhalb des Waschplanes zusätzlich freie Zeiten belegen, dies auch in der Liste eintragen, so dass immer klar sei, wer die Waschküche als letztes benützt habe. Dann machte sie den Bewohnenden Mut, konkrete „Missstände“ direkt mit den Vorbenützenden zu klären. Reklamationen, welche zu ihr gelangen, nehme sie zwar sehr ernst, aber es habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass es aus Distanz und nicht zeitnah schwierig sei, solche allgemeinen Konflikte wirklich lösen zu lösen.
Nach dieser Information und der Aufforderung zu etwas mehr Toleranz und Gelassenheit, wurde die Runde für allgemeine Fragen geöffnet.
Drei Themenkreise wurden angeschnitten:
Eine Bewohnerin fragte, wann der Rasen vor den Sitzplätzen gemäht werde, es sei eigentlich langsam an der Zeit. Rolf Lüssi erklärte, dass der Gärtner, welcher in den vergangenen Jahren dafür zuständig war, Konkurs gegangen sei und noch kein neuer Vertrag mit einem neuen Gärtner abgeschlossen wurde. Dies auch, weil die Umgestaltung der Umgebung noch nicht abgeschlossen sei. Der Gärtner, welcher in naher Zukunft die Wiese vor dem Haus neugestalten wird, habe aber den Auftrag, dann auch die übrigen Rasen zu mähen.
Ein Bewohner fragte, ob geplant sei, die Wiese auf der Einstellhalle ganz zu einer Naturwiese umzugestalten oder ob es nach wie vor möglich sei, diese auch zum Spielen mit Kindern zu benützen. Martin Stalder sagte, dass auch über der Einstellhalle Bereiche als Blumenwiesen geplant seien. Diese seien aber nicht flächendeckend vorgesehen, sondern im Sinne von Inseln.
Als letztes kam ein Dauerbrenner aufs Tapet. Es ging um den Türschliesser beim Notausgang im zweiten Stock. Folgende Problembereiche wurden diesbezüglich erwähnt:
- Die Türe sei zu streng, man könne sie nur mit grossem Kraftaufwand öffnen
- Wen sich die Türe selber schliesse, schlage sie laut zu, was man in mehreren Wohnungen hören könne und was lästig sei
Rolf Lüssi nahm diesbezüglich folgendermassen Stellung
- Eigentlich war diese Türe immer nur als Notausgang gedacht. Darum darf sie auch nie abgeschlossen werden. Die Benützung dieser Türe geschieht auf eigene Verantwortung der Bewohnenden, im Winter wird dort nicht gepflügt und feuchtes Laub kann den Zugang glitschig machen.
- Die Türe wurde auf Wunsch von Bewohnenden aus Sicherheitsgründen mit einem Türschliesser ausgestattet, weil sie offenbar früher häufig offen blieb.
- Es wurden schon mehrere Versuche gestartet, den Türschliesser anders einzustellen - ohne Erfolg. Damit die Türe auch wirklich sicher ins Schloss fällt, braucht es am Schluss ein kraftvolles Schliessen, was zu Geräuschen führt.
Das Fazit aus dieser Diskussion: Wir alle müssen zur Kenntnis nehmen, dass es für dieses Problem keine Lösung gibt, die alle vollumfänglich zufriedenstellen kann. Und damit müssen wir einfach leben.
Nach einer knappen halben Stunde konnte dann zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Barbara Krammer war verantwortlich für das reichhaltige Buffet. In einer ersten Runde gab es diverse Brötchen und Gemüsedipp. Erst als das meisten davon verspiesen war, wurde das Dessertbuffet aufgetragen, welches für alle etwas bot. Kleine Häppchen, Crèmeschnitten, Cornets, Schoggimousse und vieles mehr sorgte für einen süssen Abschluss.
Für den Stiftungsrat
Martin Stalder